Feed eintragen: Artikel | Kommentare
Suchen
Bondagekurs / Fesselnde Lust
Lektion 1 : Überlebens-wichtige Grundregeln
Viele Anfänger begehen den Fehler, diese Grundregeln zu ignorieren, frei nach dem Motto:
“Wir wollen ja nur mal ausprobieren, da muß man nicht so vorsichtig sein, wir tun es ja nur mit ganz einfachen Sachen”.
Diese Einstellung birgt 90 % der Fehler, die gemacht werden, in sich. Nicht wenige haben nach dem ersten Mal Bondage keine Lust mehr (besonders der passive Part), weil irgend etwas schief gelaufen ist.
Wenn Du möchtest, daß Bondage Spaß macht, sind diese Grundregeln wichtiger als das Beherrschen jedes Knotens.
Merke:
Bondage ist Übungssache und macht erst dann richtig Spaß, wenn man es kann. Und um es üben zu können, muß man diese Grundregeln beachten.
Die Grundregeln während der Fesselung:
- Niemals etwas gegen den Willen des passiven Partners tun. Beide Teile müssen zu jeder Zeit aus dem Spiel aussteigen düfen.
- Unbedingt auf die Wünsche, Abneigungen und Phantasien des Partners eingehen.
- Sicherheitswort (und im Fall einer Knebelung Sicherheitszeichen!) ausmachen und unbedingt darauf reagieren. Dazu ist es nützlich, ein Messer oder eine Verbandschere bei der Hand zu haben, um gegebenenfalls sofort handeln zu können. Das Sicherheitswort bietet auch den Vorteil, daß der passive Partner fröhlich um Hilfe schreien oder um Gnade bitten kann, ohne daß deswegen das Spiel abgebrochen wird
- Bei Fesselungen muß man an Stellen, an denen Nervenbahnen, Sehnen oder Blutgefäße knapp unter der Hautoberfläche liegen (wie z.B. in der Beugeseite von Ellbogen und Knien, oder an der Unterseite des Handgelenks) größte Vorsicht walten lassen, weil Gefahr von Blutstau oder Nervenschädigungen besteht.
- Bei Augenbinden darauf achten, daß sie keinen Druck auf den Augapfel ausüben.
- Bei Knebelungen ist es wichtig, daß weder die Luftzufuhr unterbrochen noch der Würgereflex ausgelöst wird. Stets dafür sorgen, daß die Nasenatmung nicht behindert wird!
- Niemals eine gefesselte Person alleine lassen, denn sie kann sich im Notfall nicht in Sicherheit bringen.
- Niemals jemanden mit dem Gesicht nach unten auf eine weiche Unterlage binden, es besteht Erstickungsgefahr. Das gilt besonders bei Personen die geknebelt sind.
- Niemals jemanden nur an einem Körperglied (z.B. an den Armen) aufhängen. Es kann zu Muskelfaserrissen oder Gelenkauskugelungen kommen.
- Niemals etwas eng um den Hals binden oder Druck auf die Vorderseite des Halses ausüben, denn der Körper hat an der Vorderseite des Halses sogenannte Meßstellen für die Blutdruckregulierung. Jeder festere Druck an einer dieser Stellen kann zu einem plötzlichen und möglicherweise tödlichen Abfall des Blutdrucks führen (der Carotis-Sinus Reflex).
Und wenn doch etwas passiert:
- Sofort Knebel etc. entfernen !!!
- mit dem gefesselten Part ruhig reden, was los ist.
- Fesseln auf jeden Fall lösen. Zuerst die gefährlichen Stellen, dann die Übrigen. (Auch wenn, die Sache doch nicht so schlimm ist – Vertrauen -) Der Fesselende muß den Mut haben, die Session zu beenden !!!
- Tritt ein wirklicher Notfall auf, ist zuallererst Ruhe zu bewahren. Bei Verletzungen ohne zu Zögern einen Arzt aufsuchen oder einen Krankenwagen rufen. Santitätspersonal und Ärzte unterliegen der Schweigepflicht.
Merke:
Diese Grundregeln sollte der fesselnde Partner im Schlaf auswendig kennen. Nie in einer Bondage-Session gegen diese Grundregeln verstossen.

















