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Flirt-Tipps für Männer Teil 2

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Flirt-Tipps für Männer Teil 2

Flirt-Tipps für Männer Teil 2

IN RESTAURANTS, KNEIPEN, BARS

Wenn eine Frau alleine in einem Restaurant sitzt, (in diesem Falle alles ab Bistro aufwärts), dann kann das im Grunde nur drei Gründe haben: – Sie war verabredet – und ist versetzt worden. – Sie hat so gute Nerven, daß ihr Sashimi und Sukiyaki selbst dann noch munden, wenn sie vom Personal und von den Gästen wie das achte Weltwunder – oder schlimmer noch, mitleidig – angestarrt wird. – Sie nimmt ihre Henkersmahlzeit ein. Wenn sie das Lokal verlassen hat, fährt sie mit einem Taxi zum Fernsehturm und stürzt sich hinunter. Sonst fällt mir wirklich nichts ein, weshalb sich eine noch so emanzipierte Frau alleine in ein gepflegtes Restaurant setzen würde. (Hotelrestaurants sind hier selbstverständlich ausgenommen. Aber Sie sind ja nicht auf Geschäftsfrauen auf der Durchreise aus – oder doch?) Abends überhaupt nicht und mittags nur sehr schwer. Wenn Sie also in einem guten Restaurant eine noch bessere Frau aufreißen wollen, müssen Sie sich wohl oder übel darauf einstellen, daß Sie es zunächst einmal mit mehr als nur einer zu tun haben. Denn wenn ’sie’ schon nicht in männlicher Begleitung ist, so wird sie doch höchstwahrscheinlich in weiblicher sein. Bei zwei, eventuell auch drei Frauen, stehen Ihre Chancen, daß Sie bei einer von ihnen landen können, noch relativ gut. Sich zu vier und mehr Frauen zu gesellen, halte ich für Zeitverschwendung. Obwohl natürlich hier wie überall Ausnahmen die Regel bestätigen. (Ein Quartett und alles darüber ist fast schon als ‘Geschlossene Gesellschaft’ zu bezeichnen, aus der Sie, zumindest im Endeffekt, aller Wahrscheinlichkeit nach ausgeschlossen bleiben. Vor allem dann, wenn Sie alleine ‘arbeiten’.) Eine Frau alleine Zunächst müssen Sie hier wie überall nach dem üblichen Augenkontaktspielchen den Eindruck haben, daß Ihr Annäherungsversuch zumindest nicht unerwünscht ist. Dann hängt Ihre Taktik davon ab, wer von Ihnen zuerst im Restaurant war – vielleicht sogar schon gegessen hat – und wer bei welchem Gang ist. Es kann schließlich passieren, daß Sie schon beim Kaffee sind und sie gerade eben erst zur Tür hereingekommen ist. Oder umgekehrt. Genausogut ist es möglich, daß Sie beide noch an der Bar stehen oder sitzen – und Sie das feste Gefühl haben, daß sich – außer hoffentlich Ihnen – niemand zu ihr zum Essen gesellt… – Noch sitzen Sie beide an der Bar, und sie ist drauf und dran, an ihren Tisch zu gehen: Fragen Sie einfach, ob sie unbedingt alleine essen möchte oder ob Sie sich zu ihr gesellen dürfen. Alleine schmeckt es Ihnen nämlich nie so gut wie in netter Gesellschaft… Fragen Sie sie, ob sie die Dame ist, mit der Sie verabredet sind. Die Bekannte von dem Bekannten, die heute morgen angerufen hat, weil sie einen Abend in der Stadt ist und die Sie (weil Sie wissen, wie’s allein in fremden Städten ist) zum Essen eingeladen haben. Natürlich ist sie es nicht – aber vielleicht würde sie dennoch gern mit Ihnen essen. Wenn die andere noch kommt, ist man eben zu dritt. (Wenn Sie ganz geschickt sind, bringen Sie es irgendwie fertig, sich ausrufen zu lassen. Dann war natürlich besagtes Blind Date am Telefon und hat netterweise abgesagt, weil sich etwas anderes ergeben hat…) – Sie essen gerade Ihre Vorspeise, als ’sie’ das Restaurant betritt. Viele Möglichkeiten haben Sie in diesem Fall nicht. Vor allem dann nicht, wenn Sie keinen Augenkontakt herstellen können. Es gibt aber eine Notlösung: Sie schreiben ein Zettelchen, am besten nehmen Sie dazu die Rückseite Ihrer Visitenkarte: ‘Die Escargot sind vorzüglich’ und lassen ihr den ‘Gruß’ vom Kellner geben, während sie die Speisekarte studiert. – Wenn Sie schon beim Hauptgang oder bei Kaffee sind, wenn ’sie’ das Lokal betritt, können Sie ihr gleich einen ganzen Menüvorschlag machen… – Sie sitzt ganz allein am Tisch, und Sie kommen gerade erst herein. Wenn sie Sie nicht mit dem abweisendsten Blick aller Blicke bedenkt, können Sie fragen, ob Sie sich zu ihr setzen dürfen. Wer ißt schließlich schon gerne allein. Sie können sie natürlich auch fragen, was sie Ihnen zum Essen empfehlen kann… – Wenn sie schon bei der Nachspeise ist und Sie sie, nachdem Sie auch schon gegessen haben auf sie zugehen und sagen: ‘Ich kann es gar nicht mit ansehen, wie Sie dieses klebrige Zeug (vorausgesetzt, es ist was Süßes!) essen. Wenn Sie beim Kaffee angelangt sind, komme ich wieder… Dann machen Sie einen Absatz kehrt – und sind natürlich zum Kaffee wieder zur Stelle. Mit Ihrem charmantesten Lächeln, versteht sich… – Wenn beide noch nicht gegessen haben, können Sie einfach fragen, ob sie auch Appetit auf Chateaubriand oder eine Auswahl gegrillter Fische – oder sonst ein Gericht für zwei Personen hätte… Ihnen ist gerade so danach – aber für Sie allein lohnt es sich nun mal wirklich nicht! Dazu können Sie sie einladen – aber falls sie darauf besteht, für sich selber zu zahlen, lassen Sie sie. Mehrere Frauen Günstig ist die Situation nicht – ‘je alleiner desto besser’ erklären alle großen Aufreißer, mit denen ich mich unterhalten habe. Aber möglich ist es, und das weiß ich wiederum aus eigener Erfahrung. Wichtig ist in diesem Fall allerdings, daß Sie ein besonderes Feingefühl für die Beziehung, in der die zwei oder drei Frauen zueinander stehen, entwickeln. Bei einem Geschäftsessen mit einer Verlegerin könnten Sie Mr. Supermann höchstpersönlich sein – und würden von ihr eine freundliche, aber bestimmte Abfuhr bekommen. Erwischen Sie die Frau allerdings mit ihrer Freundin Helen oder Monika oder auch beiden, sieht die Sache schon ganz anders aus. Was Sie in so einem Fall unternehmen könnten? – Sie könnten ihnen (es sein denn, Sie spüren, daß sie gerade weltbewegende Probleme wälzen) erzählen, daß sie einen so gut aufgelegten Eindruck machen, daß Sie Ihnen sicherlich keinen Korb geben, wenn Sie sich zum Kaffee zu ihnen gesellen. – Sie könnten ihnen auch sagen, daß Sie sich grün und blau ärgern würden, wenn sie verschwinden, bevor Sie den Mut aufgebracht hätten, sie anzusprechen… – Sie könnten sie zum Dessert einladen: ‘Diese vorzügliche Zuppa Pavese müssen sie unbedingt kosten…’ – Sie könnten ihnen auch sagen, daß sie das beste sind, was Ihnen heute – oder in der letzten Woche – begegnet ist. Und daß Sie endlich mal unter ‘Menschen’ möchten. – Wenn Sie ihre Unterhaltung bruchstückweise mitbekommen haben, können Sie auch irgendeinen Kommentar abgeben. Aber keinen dummen, sonst vergraulen Sie sie… – Und dann können Sie ihnen noch anbieten, die nächste Karaffe Wein mit Ihnen zu teilen. Das sind doch schon mal Vorschläge für den Anfang, meinen Sie nicht auch? Kneipen Hier haben Sie ein leichtes Spiel. Nichts ist einfacher, als sich in einer Kneipe oder einem Biergarten zu der Frau zu gesellen, auf die Sie es abgesehen haben. An solchen Orten redet sowieso jeder mit jedem. Sollte an ‘ihrem’ Tisch kein Platz sein, müssen Sie sich natürlich was anderes einfallen lassen. Auch dann, wenn ’sie’ erst später auftaucht und sich nicht von alleine zu Ihnen setzt. Sprüche, die Sie, wenn Sie auf ’sie’ losgehen, klopfen können, sind unter anderen: – ‘Ich würde gerne mit Ihnen reden, ich weiß nur nicht, über was. Aber vielleicht fällt Ihnen etwas ein.’ – ‘Da bist Du ja endlich!’ (Mit diesen Worten umarmen Sie sie einfach, als sei es das Normalste von der Welt.) – ‘Haben sie schon mal was von Synchronismus gehört?’ (Hat sie wahrscheinlich nicht. Und dann erklären Sie ihr, daß Synchronismus der Zufall ist, der eben kein Zufall ist. Und daß Sie nun wissen, warum es Sie, obwohl Sie eigentlich ganz etwas anderes vorhatten, unwiderstehlich in die Kneipe, den Biergarten gezogen hat. Weil ’sie’ da ist, natürlich!) – Sie können sie natürlich auch, wenn Sie mit einem Freund zusammen sind, bitten, den Schiedsrichter zu spielen. Dann müssen Sie sich nur irgendeine alberne Wette einfallen lassen, zu der sie die Antwort weiß. (Etwa: ‘Wir streiten uns gerade darum, ob die Hauptstadt der Schweiz Zürich oder Bern ist.’ Wenn sie daraufhin ‘Genf’ sagt, bedeutet das allerdings eine elegante Abfuhr!) – Sie können, falls Sie und sie zu der Altersgruppe, die gern flippert, gehören, einfach fragen, oben sie mit Ihnen beziehungsweise gegen Sie spielen will. Immer gegen sich selber zu spielen ist auf die Dauer langweilig. – Sie können sie, falls ein Billardtisch vorhanden ist, zu einem Spiel einladen. Und ihr notfalls zeigen, wie man’s macht. – Sie können sie fragen, ob sie Hunger hat. Sie sind gerade im Begriff, sich etwas zu essen zu bestellen – und allein essen Sie so ungern. Bars Daß Sie hier normalerweise die Frauen aufreißen, die sich aufreißen lassen wollen, ist Ihnen hoffentlich klar. Wenn Ihnen das – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel – gerade recht ist, kann es ja losgehen. Frauen, die sich wie es in ‘Wie du mir, so ich Dir’ beschrieben ist, verhalten, sind besonders leicht erjagbares Wild. Sollten Sie jedoch keines der dort angegebenen Zeichen feststellen, müssen Sie mal wieder selbst die Initiative ergreifen. Was Sie nicht tun, ist, ihr einfach einen Drink hinstellen zu lassen, oder den Kellner zu bitten, sie zu fragen, was sie trinkt. Das ist nun wirklich zu plump und unter Ihrer Würde. Statt dessen können Sie: – ihr sagen, daß Ihnen danach ist, irgend etwas (das Wetter, die Tatsache, daß Sie heute keinen Ärger im Job hatten, das nun lauffähige Computerprogramm, den Geburtstag ihres Freundes in New York…) zu feiern. Ob sie so nett wäre, mit Ihnen auf – was immer Sie erfunden haben – anzustoßen? – ihr einfach sagen, daß Sie es schrecklich finden, daß jeder von Ihnen so alleine da herumsitzt. Wenn man sich zusammentäte, wäre es doch gewiß viel amüsanter. – sich einfach zu ihr setzen und sagen, daß sei immer noch besser, als das eine der düsteren Gestalten, die sich ebenfalls in der Bar befinden, sich an sie heranmacht. Bei Ihnen sei sie wenigstens gut aufgehoben… – Sie – je nachdem, wie spät es ist – fragen, ob sie Lust hat, mit Ihnen sonstwo essen zu gehen. Letztlich hätten Sie die Bar nur aufgesucht, um einen Aperitif zu nehmen und dann irgendwo gemütlich zu dinieren. In ihrer Gesellschaft würde das aber gewiß unterhaltsamer sein, als wenn Sie alleine auf Ihrem Kaninchen in Rotwein herumkauen müßten. – Sie können Sie natürlich auch fragen, was man in dieser Stadt (in der Sie fremd sind) so alles unternehmen kann. (wo es ein gutes Jazz-Lokal oder sonstwas gibt.) Falls sie fremd ist, können Sie ihr anbieten, ihr die Stadt zu zeigen. (Damit sie Berlin in netter Erinnerung behält und es nicht mit einer Bar, in der sie sich die Zeit vertreiben mußte, identifiziert.) Sollten Sie sich beide in Hamburg nicht auskennen, können Sie sie ja fragen, b sie unternehmungslustig ist und die Stadt mit Ihnen zusammen erkunden möchte.

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